Rezension – Ein ganzes Leben von Robert Seethaler

Vielleicht geht es dem/der ein*en oder anderen ja auch so: Manchmal hat man einfach keine Lust auf einen dicken Wälzer, dessen Seitenanzahl einen auf den ersten Blick schier erschlägt. Auf der Suche nach einer kurzen, unterhaltsamen Lektüre stieß ich daher in unserem Bücherregal auf „Ein ganzes Leben“ von Robert Seethaler. Da letzterer vor kurzem sein neuestes Werk „Der letzte Satz“ veröffentlicht hat, zu welchem zahlreiche nicht immer positive Rezensionen (u.a. des NDR, des Spiegels, der ZEIT etc.) erschienen sind, ist der Blick auf den Vorvorgänger „Ein ganzes Leben“ vielleicht in diesem Zusammenhang interessant. Frei nach dem Motto „Kurzes Buch – Kurze Rezension“ sollen in diesem Artikel lediglich zwei Absätze beschreiben, warum die 185 spärlich bedruckten Seiten dieses Romans in meinen Augen absolut lesenswert sind.

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Rezension – Wolfsblut von Jack London

Ein Zufallsfund

Auf „Wolfsblut“ stieß ich eher zufällig, da es auf unserem neu erworbenen E-Book-Reader als Gratisbuch enthalten war. Über die Frage, ob das Lesen mit einem solchen Gerät noch dem Lesen eines Buches im eigentlichen Sinne entspricht, lässt sich gewiss streiten, aber dies soll nicht Ziel des Beitrags sein. Vielmehr möchte ich in den folgenden Zeilen beschreiben, warum „Wolfsblut“ trotz seines hohen Alters durchaus lesenswert ist und es eigentlich nicht verdient, als Gratisprobe gewissermaßen verramscht zu werden.

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Rezension – Ich und Kaminski von Daniel Kehlmann

Da greift man einmal einfach nur nach dem dünnsten Buch im Regal und man hat schon wieder einen Roman von Daniel Kehlmann in der Hand. Nach Ruhm und Die Vermessung der Welt ist Ich und Kaminski nun schon mein drittes Buch von Daniel Kehlmann. Etwas Vorfreude war also schon da.

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Rezension – L’Anniversaire de Kim Jong-il

Da hatte ich einfach mal wieder Lust auf einen Comic und bin auf „L’Anniversaire de Kim Jong-il“ aufmerksam geworden. Da ich ja grundsätzlich politisch interessiert bin, dachte ich mir, dass es jetzt leichte Lektüre zu Nordkorea gibt. Leichte Lektüre? Das war natürlich Quatsch, wie sich später herausstellen sollte.

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Rezension – Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann

Mit der Frage, ob er denn irgendetwas leicht verdauliches im Angebot hätte, bin ich zu meinem Buchhändler gegangen. Zurück kam ich dann mit „Die Vermessung der Welt“. Ich kann es all denjenigen empfehlen, die aufgrund von Arbeit oder Familie wenig Zeit zum Lesen haben.

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Rezension: Unterleuten von Juli Zeh

Als ich vor kurzem im Fernsehen die Vorschau für die Verfilmung von „Unterleuten“ sah, entschloss ich mich, dieses von der Kritik sehr positiv aufgenommene Buch von Juli Zeh einmal selbst zu lesen, um mir mein eigenes Urteil bilden zu können. „Unterleuten“ wurde im Jahr 2017 veröffentlicht und  spielt im Jahr 2010 im titelgebenden Dorf Unterleuten in Brandenburg, welches sinnbildlich für eines dieser Dörfer steht, bei denen man sich als durchfahrender Gast fragt, wer hier eigentlich wohnt. „Unterleuten“ gibt auf diese Frage zwar keine allgemeingültige Antwort, manch ein Detail könnte sich aber durchaus so oder so ähnlich auch in der Wirklichkeit wiederfinden.

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Rezension – Die Entdeckung der Currywurst von Uwe Timm

Wahrscheinlich war es eine Buchempfehlung auf Amazon oder Rebuy. Ich bin mir nämlich gar nicht mehr so sicher, wo ich über dieses Buch gestolpert bin, aber ich wusste, dass ich es lesen musste. Pflichtlektüre: Nicht nur als großer Imbussbuden-Fan, sondern tatsächlich auch, weil das Buch so kurz ist. Dadurch eignet es sich potentiell für kurze Leseintervalle, also wenn die Kinder mal schlafen oder wenn man abends noch 20 Minuten Zeit hat.

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Assommons les pauvres !

KLAPPENTEXT

Ils ont franchi la mer. Ils racontent dans leur langue maternelle ce qui les amène das ce nouveau pays, la France. Tous bredouillent la même histoire. Je les écoute. Je traduis le discours qu’ils répètent mécaniquement. Je partage leur passé et leur colère. Je suis comme eux. Ils mentent, j’interprète. Aujourd’hui, c’est à moi de défendre ma place et d’expliquer pourquoi j’ai frappé cet homme.

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Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Klappentext

Mein Exemplar.
Durch meine Tochter leider schon etwas ramponiert

Mit Anfang zwanzig geschieht dem Erzähler in Joachim Meyerhoffs drittem Roman das Unerwartete: Er wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht in die großbürgerliche Villa seiner Großeltern. Die Tage der ehemaligen Schauspielerin und des emeritierten Professors für Philosophie sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Der Erzähler wird zum Wanderer zwischen den Welten. Tagsüber an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, ertränkt er abends seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein. Doch ihm entgeht nicht, dass auch die Großeltern gegen eine große Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach außen kehren soll und dabei fast immer grandios versagt.

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